Tierfotografie Manfred Grebler


Pferdefotografie - Über Licht und Wetter

Die richtige Beleuchtung im Fotostudio ist essentieller Bestandteil der Ausbildung eines Fotografen. Sie entscheidet wesentlich über schlechte oder gute oder herausragende Ergebnisse.
In der freien Natur - wie wir sie üblicherweise in der Pferdefotografie haben - ist die Sache noch etwas komplizierter. Gerade für Pferdefotos ist künstliche Beleuchtung kaum sinnvoll einsetzbar, schon gar nicht bei Bewegungsfotos. Hierbei ist man somit auf das herrschende Tageslicht angewiesen. Trotzdem oder eher genau deswegen ist es unerlässlich, sich vorher Gedanken um das passende Licht zu machen. Da dies wiederum unmittelbar Einfluss auf die Planung von Shootingterminen hat, möchte ich hier mal etwas genauer darauf eingehen.

Sonne oder nicht?

Natürlich kann man auch ohne Sonne gute Fotos machen, es gibt sogar Motive, da ist direktes Sonnenlicht eher von Nachteil. Dennoch versuche ich, Fotoshootings möglichst bei schönem Wetter bzw. Sonnenschein durchzuführen. Denn für die meisten der üblicherweise erwünschten Motive ist Sonnenschein von Vorteil. Zudem stellen Aufnahmen bei bewölktem Himmel wieder spezielle Anforderungen an den Hintergrund usw., damit es wirklich gute (und nicht nur mittelmäßige) Bilder werden.
Leider ist es noch immer nicht möglich, selbst kurzfristig 100 % zuverlässige Wetterprognosen zu bekommen. Wenn dann also beim Shooting das Wetter doch nicht so ausfällt wie geplant, sollte man nach Möglichkeit flexibel sein, und die Pläne an die herrschenden Bedingungen anpassen, soweit dies möglich ist.

Uhrzeit

Um es klar zu sagen: Aufnahmen im Hochsommer, bei strahlendem Sonnenschein in den Mittagsstunden sind ein No-Go.
Als Anhaltspunkt kann man davon ausgehen, dass gutes Licht in den ersten drei Stunden nach Sonnenaufgang oder in den letzten drei Stunden vor Sonnenuntergang herrscht. (Sonnenschein vorausgesetzt natürlich) Das optimale Timing hängt davon ab, welche Fotos genau geplant sind und von den konkreten Wetterbedingungen.

Konsequenzen für meine Arbeit

Aufgrund der nie vorhersehbaren Wetterentwicklung vereinbare ich konkrete Fototermine wenn möglich nur kurzfristig. Dies hat für mich natürlich den Nachteil, dass der Terminkalender nie so "voll" ist, wie es wünschenswert wäre. Aber da ich meinen Kunden bestmögliche Bildergebnisse liefern möchte, ist dies leider nicht anders möglich.
Auch kann ich an einem Tag in der Regel maximal zwei Fotoshootings durchführen, eines am Morgen und eines am Abend. Auch diese Einschränkung macht meine Planungen nicht einfach und ermöglicht nicht so viele Shootings, wie ich mir wünschen würde. Aber es wäre einfach unfair einem Kunden gegenüber, einen Termin in den Mittagsstunden zu vereinbaren, wenn eigentlich klar ist, dass aufgrund der Lichtverhältnisse dann nur deutlich suboptimale Ergebnisse entstehen können.
Grundsätzlich ist es zu empfehlen, dass der Kunde rechtzeitig mit mir seine Vorstellungen bespricht. Denn nur so kann man im Voraus entscheiden, welches Licht für das Vorhaben am besten geeignet wäre. Gegen Kostenerstattung ist eventuell auch eine Vorbesprechung am Stall möglich, um konkret mögliche Locations und Hintergrund festzulegen, was dann auch wieder Konsequenzen hinsichtlich der optimalen Uhrzeit hat. (Ein Reitplatz zum Beispiel ist unter Umständen schon lange vor Sonnenuntergang im Schatten. Dies muss natürlich beachtet werden bei der Planung.)